
Preise statt Predigten: Wie viel Markt braucht wirksamer Klimaschutz? (von Ökologische Marktwirtschaft)
Organisiert von: Ökologische Marktwirtschaft
Die europäische Industrie steckt zwischen zwei Wahrheiten fest. Auf der einen Seite sind Klimaziele nicht verhandelbar — regulatorische Fristen, CO2-Bepreisung und öffentlicher Erwartungsdruck zeigen alle in dieselbe Richtung. Auf der anderen Seite warnen viele Unternehmen, besonders in energieintensiven und produzierenden Branchen, dass die Kosten der Regulierung ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Regionen mit laxeren Umweltstandards oder günstigerer Energie untergraben. Das Ergebnis ist ein vertrauter, oft unproduktiver Schlagabtausch: Umweltverbände fordern strengere Regeln, Industrievertreter warnen vor Arbeitsplatzverlust und Abwanderung, und die Politik versucht, dazwischen zu vermitteln. Dieses Panel setzt bei einer anderen These an: Der vermeintliche Gegensatz zwischen "Klimaschutz" und "Wettbewerbsfähigkeit" ist vor allem ein Problem schlecht gestalteter Instrumente — kein unausweichlicher Zielkonflikt. Die zentrale Frage lautet nicht, ob der Markt Klimaschutz liefern kann, sondern wie viel Markt — in Form von CO2-Bepreisung, Emissionshandel, grüner öffentlicher Beschaffung und ähnlichen preisbasierten Mechanismen — tatsächlich nötig ist, damit Dekarbonisierung zur wirtschaftlich rationalen Entscheidung wird statt zur regulatorischen Last, die man minimieren will. Das Panel bringt Menschen zusammen, die an unterschiedlichen Teilen dieses Puzzles arbeiten: aus Klimafinanzierung, unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategie und aus Organisationen, deren Geschäftsmodell CO2-Reduktion direkt ist — statt nur eine Pflicht zur Einhaltung von Vorgaben. Der zu erwartende Dissens dreht sich darum, wo genau die Grenze verläuft zwischen "das kann der Markt regeln" und "hier braucht der Markt einen regulatorischen Anstoß, um überhaupt korrekt zu bepreisen". Mögliche Themenschwerpunkte: CO2-Bepreisung in der Praxis: Schaffen EU-ETS und das kommende CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) wirklich die Preissignale, die Industrie für Investitionen in Dekarbonisierung braucht — oder sind sie zu volatil, zu eng gefasst oder zu leicht zu umgehen? Innovation vs. Subvention: Sollte öffentliches Geld direkt in die Förderung grüner Technologien fließen, oder eher dafür sorgen, dass der Preis CO2-intensiver Aktivitäten ihre wahren Kosten widerspiegelt — und Unternehmen selbst entscheiden lässt, wie sie dahin kommen? Wettbewerbsfähigkeit: Ausrede oder echter Faktor? Wann ist "wir verlieren an Wettbewerbsfähigkeit" ein berechtigtes Argument gegen asymmetrische Regulierung zwischen Wirtschaftsräumen — und wann ein Lobby-Argument zum Schutz eines überholten Geschäftsmodells? Wer profitiert tatsächlich von der Transformation: Ein Blick darauf, wie Unternehmen, die Klimaschutz in ihr Kerngeschäft eingebaut haben (statt ihn als Kostenstelle zu behandeln), in dieser Debatte anders positioniert sind — und was das für zukünftige Anreizstrukturen bedeutet. Grenzen marktbasierter Instrumente: Eine ehrliche Diskussion darüber, wo Preismechanismen versagen — Biodiversitätsverlust, systemische Risiken, Transformationsfolgen für Beschäftigte und Regionen — und wo nicht-marktbasierte Eingriffe weiterhin nötig sind.
Hosting this event?
Ready-made share images with the date, venue and the Munich Climate Week mark — post them as they are.

Klimawandel im Bergsport Dein Einfluß - deine Möglichkeiten
07:00 AM – 11:00 PM
Trägerverein DAV-Kletter · Boulderzentren München e.V
Into the Green – Walk Toward Regeneration
07:45 AM – 09:00 AM
Guidance for Good

Sustainability Leadership Breakfast Munich | How Sustainability Drives Business Performance
08:30 AM – 11:30 AM
Footprint Intelligence