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Munich Climate Week
19.–25. Oktober 2026
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Blog18. September 2026

Partner im Gespräch: EY über Klimaschutz, Resilienz und die Munich Climate Week 2026

Ein Interview mit EY, einem der Gründungspartner und Sponsoren der Munich Climate Week

MCW and EY logo on Munich skyline

„Klimaschutz, Resilienz und Zukunftsfähigkeit hängen unmittelbar zusammen. Die Munich Climate Week bringt die richtigen Akteure zusammen, um Klimaschutzambitionen in konkrete Lösungsansätze zu überführen.“

— Jens Haubensak, Partner, Sustainability Consulting, EY Deutschland

Die Munich Climate Week 2026 lebt von ihren Partnern, und EY ist einer von ihnen, als Gründungspartner und Sponsor. Das Beratungsunternehmen bietet auch eigene Sessions rund um Klimarisiken, Resilienz und die sogenannte „Adaptation Economy“, den entstehenden Markt rund um die Bewältigung nicht mehr vermeidbarer Klimafolgen wie Hitze, Dürre und Überschwemmungen.

Im Rahmen der Munich Climate Week haben wir mit Jens Haubensak gesprochen, Partner im Bereich Sustainability Consulting bei unserem Gründungspartner EY Deutschland. Er berät Unternehmen dabei, Klimarisiken zu bewerten, Nachhaltigkeitsstrategien in die Praxis zu überführen und Wachstum resilient zu gestalten. Im Interview erzählt er, warum sich EY als Gründungspartner und Sponsor engagiert, wie das Unternehmen den eigenen Klima-Fußabdruck einschätzt, und wohin die Reise als Nächstes geht.

Was hat EY dazu bewogen, als Sponsor an der allerersten MCW teilzunehmen?

JH: Die Munich Climate Week bringt Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft an einen Tisch. Genau diese Form des Austauschs braucht es, um Klimaschutz über alle Gesellschaftsbereiche wirksam voranzubringen. Deshalb unterstützen wir die erste Munich Climate Week als Gründungspartner. EY und die MCW verfolgen das gemeinsame Ziel, Engagement und Lösungen für den Klimaschutz zu fördern und sichtbarer zu machen.

Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Umwelt- oder Compliance-Thema. Sie ist eng mit Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und langfristigem Unternehmenserfolg verbunden. Gleichzeitig sehen wir, dass die Herausforderungen so komplex sind, dass kein Akteur sie allein bewältigen kann.

Die Munich Climate Week schafft eine offene Plattform für Zusammenarbeit und neue Perspektiven. Als Gründungspartner möchten wir dazu beitragen, Menschen und Organisationen zusammenzubringen und konkrete Lösungen mit unserem Programm sichtbar zu machen.

Wie schätzen Sie als Unternehmen den eigenen Einfluss von EY auf den Klimawandel heute ein, und welchen Teil davon können Sie direkt beeinflussen und verändern?

JH: Wie jedes Unternehmen haben auch wir Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Diese können wir durch Entscheidungen in unserem eigenen Geschäftsbetrieb sowie entlang unserer Wertschöpfungskette beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise der Betrieb unserer Bürostandorte, die Mobilität unserer Mitarbeitenden sowie der Bezug von Energie, Waren und Dienstleistungen. Transparenz hierzu schaffen wir unter anderem über unseren öffentlich zugänglichen Nachhaltigkeitsbericht.

Unser größter Hebel liegt jedoch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Als Beratungsunternehmen unterstützen wir Organisationen dabei, Nachhaltigkeitsziele in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und ihre Transformation erfolgreich voranzutreiben. Dabei geht es beispielsweise um die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen, Lieferketten, Prozessen oder Investitionsentscheidungen.

Dass wir diesen Anspruch auch an uns selbst konsequent anlegen, zeigt unsere EcoVadis-Bewertung. Mit unserer Gesamtpunktzahl von 89 Punkten gehören wir zu den besten 1 % aller von EcoVadis bewerteten Unternehmen innerhalb der letzten zwölf Monate. EcoVadis bewertet die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens unabhängig und ganzheitlich über die vier Themenfelder Umwelt, Arbeits- & Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Zusätzlich haben wir bei EY ein weltweites Programm namens EY Ripples. Darüber engagieren sich unsere Mitarbeitenden ehrenamtlich und geben ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weiter, zum Beispiel, um jungen Menschen bessere Zukunftschancen zu ermöglichen, Gründerinnen und Gründer mit guten Ideen für Umwelt und Gesellschaft zu unterstützen und Projekte für den Umweltschutz voranzubringen.

Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil unternehmerischer Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Deshalb haben wir unser Programm im Rahmen der Munich Climate Week bewusst unter das Leitmotiv „Gut vorbereitet in die Klimazukunft: Strategien für resilientes Wachstum“ gestellt. Hier diskutieren wir gemeinsam mit Unternehmen, wie Nachhaltigkeit zur Grundlage langfristiger Wettbewerbsfähigkeit werden kann.

Wie verstärkt die Beratungsarbeit von EY mit seinen Kunden über die eigenen Geschäftsabläufe hinaus die Auswirkungen auf das Klima?

JH: Die Herausforderungen des Klimawandels lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb arbeiten wir mit Unternehmen und Expert:innen daran, Nachhaltigkeit in ihre strategischen und operativen Entscheidungen zu integrieren.

Dabei unterstützen wir beispielsweise bei der Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten, beim Einsatz neuer Technologien oder bei der Transparenz von Emissionen. Ziel ist es, aus ambitionierten Zielen konkrete Maßnahmen und messbare Fortschritte zu machen. In verschiedenen Sessions gehen wir gemeinsam mit unseren Gästen praxisnah auf zentrale Handlungsfelder ein, etwa auf den Umgang mit physischen Klimarisiken und den Weg von der Risikobetrachtung hin zu konkreter Resilienz („Focus on Infrastructure: From Climate Risks to Resilience“ sowie „Resilience over Reaction – Managing Climate Risks in Practice“), auf die Einbindung von Lieferanten und den Umgang mit produktbezogenen Daten („Scope 3 Challenge: Successfully Engaging Suppliers and Managing Product-Related Sustainability Data“), auf Kreislaufwirtschaft und Carbon Management („Closing the Carbon Loop: How Carbon Capture and Utilization Enable Circular Carbon Economy“ und „Circularity and Advocacy as Key Enablers for Climate Transition“) sowie auf das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit, Daten und KI („Sustainability Data, Technology & AI – Unlocking the Full Potential of Sustainability Data through Technology and AI“).

So machen wir sichtbar, wie sich Nachhaltigkeitsziele in umsetzbare Lösungen übersetzen lassen. Aber das ist auch nur ein Auszug aus den vielen spannenden Themen, die bei EY während der Munich Climate Week vorgestellt und diskutiert werden.

Ein besonderer Vorteil unserer Arbeit liegt darin, Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen und Projekten zusammenzuführen. Erfolgreiche Ansätze können so schneller skaliert und auf andere Unternehmen übertragen werden. Dadurch entsteht eine Multiplikatorwirkung, die über einzelne Organisationen hinausgeht. Genau darin sehen wir unseren Beitrag: Transformation nicht nur zu begleiten, sondern ihre Umsetzung zu beschleunigen.

Was steht für EY auf diesem Weg noch bevor, und wen würden Sie gerne als Partner gewinnen, um die Ambitionen zu steigern und die Umsetzung voranzutreiben?

JH: Die Ziele sind vielerorts formuliert. Die entscheidende Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, die Transformation mit der notwendigen Geschwindigkeit und im erforderlichen Umfang umzusetzen. Dabei müssen Nachhaltigkeit, Klimawandel und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammengedacht werden.

Dafür braucht es eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Innovationen entstehen oft in Forschungseinrichtungen oder Startups. Ihre volle Wirkung entfalten sie jedoch erst, wenn sie in die Breite getragen und skaliert werden. Genauso wichtig sind verlässliche Rahmenbedingungen. Es braucht politische und regulatorische Anreize, die Maßnahmen zur Klimaanpassung in allen Bereichen konsequent fördern, sowie passende Finanzierungsmodelle, die solche Investitionen wirtschaftlich tragfähig machen.

Wichtig ist dabei, dass Vermeidung weiterhin von höchster Relevanz bleibt. Die konsequente Dekarbonisierung von Geschäftsmodellen über Lieferketten bis zu einzelnen Prozessen ist und bleibt der wirksamste Hebel, um das Ausmaß des Klimawandels und damit den künftigen Anpassungsbedarf überhaupt zu begrenzen.

Gleichzeitig wird aber immer deutlicher, dass wir uns parallel auf bereits unvermeidbare Folgen einstellen müssen. Genau hier gewinnt die Anpassung an Bedeutung. Rund um die Anpassung an Folgen wie Hitze, Dürre oder Überschwemmungen entsteht gerade ein eigener Wirtschaftszweig. Dieser Ansatz wird zunehmend als „Adaptation Economy“ beschrieben. Dahinter steht die Idee, Resilienz nicht länger als reinen Kosten-, sondern als Wertschöpfungsfaktor zu begreifen. Das bedeutet: Wer frühzeitig investiert, vermeidet nicht nur teure Ausfälle, sondern erschließt zugleich neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Erste Analysen gehen davon aus, dass hier bis 2050 ein Markt im Billionenbereich entstehen könnte.

Wir wünschen uns, dass Unternehmen Nachhaltigkeit nicht nur als Verpflichtung, sondern als strategische Chance verstehen. Plattformen wie die Munich Climate Week leisten hierfür einen wichtigen Beitrag, weil sie Menschen und Organisationen zusammenbringen, die Veränderungen gemeinsam vorantreiben wollen.


Vielen Dank an Jens Haubensak und das Team von EY Deutschland für die offenen Einblicke und das Engagement als Gründungspartner und Sponsor der Munich Climate Week 2026. Das Gespräch zeigt, wie eng Klimaschutz, unternehmerische Resilienz und wirtschaftlicher Erfolg mittlerweile zusammenhängen—und wie viel Bewegung entsteht, wenn Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft an einem Tisch sitzen.

Neugierig geworden? Bei der Munich Climate Week 2026 gestaltet EY unter dem Leitmotiv „Gut vorbereitet in die Klimazukunft: Strategien für resilientes Wachstum“ mehrere eigene Sessions zu Klimarisiken, Scope-3-Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und dem Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und KI. Mehr zum vollständigen Programm findest du unter munichclimateweek.com.