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Munich Climate Week
19.–25. Oktober 2026

Unser Manifest

Wir verbinden Menschen, Ideen und Lösungen miteinander, um den Klimaschutz in München voranzutreiben.

Der Klimawandel verändert die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten, bauen, produzieren, investieren und füreinander sorgen. Er wirkt sich auf unsere Volkswirtschaften, Gesundheitssysteme, Ernährungssysteme, Städte und Gemeinden aus.

Die Frage ist nicht nur, wie wir auf diese Veränderungen reagieren, sondern auch, wie wir sie aktiv dafür nutzen können, eine stärkere, gesündere und widerstandsfähigere Zukunft zu gestalten. München hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Klimaschutzmaßnahmen können jedoch nicht bis dahin warten. Denn die Entscheidungen, die wir heute treffen, prägen die Stadt, in der wir morgen leben werden.

Wir sind davon überzeugt, dass es beim Klimaschutz nicht nur um die Verringerung von Risiken geht. Er ist eine der größten Chancen unserer Generation, stärkere Volkswirtschaften, gesündere Gemeinschaften, widerstandsfähigere Städte, innovativere Unternehmen und eine bessere Lebensqualität für alle zu schaffen.

Überall in München arbeiten Menschen bereits an diesen Lösungen: in Laboren und Startups, im Rathaus und in den Stadtvierteln. Allzu oft findet diese Arbeit jedoch isoliert statt, ohne dass die einzelnen Bereiche miteinander vernetzt sind.

Die Munich Climate Week soll alle an einen Tisch bringen.

An was wir glauben

Das Klima ist die Grundlage der Gegenwart und der Zukunft.

Es geht nicht nur um die Umwelt. Das Klima hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Gesundheit, die Landwirtschaft, die Infrastruktur, die Innovation, die Widerstandsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit. Genau das macht den Klimaschutz für alle relevant; er ist kein Nischenanliegen einer kleinen Gruppe.

Das Klima ist eine systemische Herausforderung.

Es gibt keine einzelne Lösung, keinen einzelnen Sektor und keine einzelne Technologie, die das Problem allein lösen könnte. Energie ist mit Mobilität verbunden, Mobilität mit Gesundheit, Landwirtschaft mit Biodiversität. Finanzen bestimmen, was gebaut wird und was nicht. Wirksames Klimaschutzhandeln bedeutet, diese Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die für das ganze System funktionieren und nicht nur für einen Teilbereich.

Jede:r Beteiligte spielt eine Rolle.

Unternehmen, Regierungen, die Wissenschaft, Startups, die Finanzwelt und Zivilgesellschaft, Kunst, Bildung und Gemeinschaften bringen jeweils unterschiedliche Verantwortlichkeiten, Ressourcen, Kenntnisse, Einflussmöglichkeiten und Erfahrungen ein. Niemand kann all das allein abdecken. Teilhabe heißt für uns deshalb, alle einzubeziehen, die etwas beitragen können. Denn wirksamer Klimaschutz entsteht nur dort, wo wir die Zusammenhänge im Ganzen verstehen und Lösungen entwickeln, die über einzelne Bereiche hinauswirken. Der Wandel kann nur gelingen, wenn kein Teil des Systems außer Acht bleibt.

Handeln schafft Ambition.

Die Umsetzung ist nicht das Ende des Prozesses, sondern sein Anfang. Jedes Mal, wenn Menschen zusammenarbeiten und ins Handeln kommen, erfahren sie, was wirklich möglich ist. Genau aus dieser Erfahrung entstehen das Vertrauen und der Ehrgeiz für den nächsten Schritt. Denn Fortschritt wartet nicht auf Gewissheit—er schafft sie.

Wofür wir stehen

  • Ehrlichkeit vor Perfektion. Wir verlangen von Organisationen nicht, dass sie perfekt sind, bevor sie hier mitmachen dürfen. Wir erwarten lediglich, dass sie ehrlich darlegen, wo sie stehen, was sie aktuell tun und welche weiteren Schritte sie unternehmen können.

  • Einbeziehen heißt nicht gutheißen. Nur weil jemand mit am Tisch sitzt, heißt das noch lange nicht, dass seine/ihre bisherigen Handlungen gutgeheißen werden. Eine Teilnahme steht lediglich für die gemeinsame Bereitschaft zu kritischer Auseinandersetzung, Dialog und Rechenschaft—nicht mehr und nicht weniger. Strategische Partner tragen finanziell oder programmatisch dazu bei, dies zu ermöglichen. Auf die inhaltliche Gestaltung des Programms haben sie jedoch nicht mehr Einfluss als andere Beteiligte.

  • Unabhängigkeit. Jede Organisation gestaltet ihre eigene Veranstaltung nach ihren eigenen Vorstellungen. Kein:e Gründer:in, Partner:in oder Sponsor erwirbt dadurch Einfluss darauf, was dort gesagt wird.

  • Die Zivilgesellschaft ist nicht nur eine Stimme von vielen. Das ist einer der Gründe, warum das Thema Klima überhaupt auf der politischen Agenda bleibt, und seine Unabhängigkeit ist etwas, das wir schützen und nicht steuern.

  • Verantwortlichkeit statt Ausgrenzung. Wir schließen Organisationen nicht aus, nur weil sie noch nicht perfekt sind oder sich mitten im Wandel befinden. Ausgeschlossen sind nur solche, deren Kerngeschäft sich nicht transformieren lässt oder die den Wandel aktiv blockieren—etwa bei der Förderung und Produktion fossiler Energieträger. Wer sich der schwierigen Aufgabe stellt, das eigene Handeln wirklich zu verändern, gehört für uns dazu. Und wer mit am Tisch sitzt, muss sich an denselben Maßstäben messen lassen wie alle anderen.

Die vier Fragen

Alle teilnehmenden Organisationen beantworten dieselben vier Fragen—auf der Bühne, auf einer Folie oder auf ihrer Veranstaltungsseite.

  1. Was kannst du selbst beeinflussen, und wie wirkt sich dein Handeln auf das Klima aus?

  2. Was hast du bisher gemacht, was machst du gerade und was steht als Nächstes an?

  3. Was hast du bisher noch nicht getan—und warum? Was könntest du darüber hinaus noch tun?

  4. Wer kann sich dir anschließen, und wie, damit du deine Klimaziele erreichst?

Eine kleine, von Gründer:innen geführte Initiative, eine Umweltorganisation und ein multinationaler Konzern beantworten genau dieselben vier Fragen. Das ist der Maßstab. Weder Größe noch Finanzierung oder Branche ändern etwas daran, was von dir erwartet wird.

Warum München eine solche Plattform braucht

München bringt bereits viele Voraussetzungen für wirksamen Klimaschutz mit: führende Universitäten und Forschungseinrichtungen, international tätige Unternehmen, ein starkes Startup-Ökosystem und eine wachsende Community für Klima-Innovationen. Schon heute entstehen hier wichtige Lösungen für den Klimaschutz.

Doch komplexe Herausforderungen lassen sich nicht durch einzelne Spitzenleistungen lösen. Entscheidend ist, dass diese Welten miteinander verbunden werden. Die Munich Climate Week schafft dafür eine gemeinsame Plattform, auf der Wissen, Innovation und Handeln zusammenkommen.

Mach mit!

Veranstalte ein eigenes Event, arbeite mit unseren vielfältigen Partner:innen zusammen oder entdecke, welche Lösungen bereits umgesetzt werden, was als Nächstes kommt und wie wir gemeinsam dafür sorgen können, dass Klimaschutz auf unserer Agenda bleibt—über Themenfelder, Generationen, Branchen, Interessen und Hobbys hinweg. Wir alle können und müssen auf unsere eigene Weise ins Handeln kommen und zugleich diejenigen in die Verantwortung nehmen, die den größten Einfluss und die größten Handlungsmöglichkeiten beim Klimaschutz haben.